Nachrichten von AWP

Datum Zeit Titel
27.06.2019 12:54 Anleger glauben an Wende bei H&M - Aktie steigt kräftig
27.06.2019 12:46 Devisen: Euro zum Dollar wenig verändert - zum Franken tiefer
27.06.2019 12:32 Grossbritannien will bis 2050 klimaneutral werden
27.06.2019 12:31 Vor G20-Gipfel: Bewegung im Handelskrieg - Sorge um Merkel
27.06.2019 12:02 Startschuss für WeShare - VW greift auf Carsharing-Markt an
27.06.2019 11:59 Aktien Frankfurt: Dax leicht im Plus - Hoffnung auf 'Burgfrieden' im Zollstreit
27.06.2019 11:43 Weitere Probleme: US-Behörde fand mögliches Risiko bei Boeing 737 Max
27.06.2019 11:40 Aktien Schweiz: Leichte Gewinne - Zurückhaltung vor G20-Gipfel
27.06.2019 11:11 Aktien Europa: Leichte Gewinne nach jüngstem Rückschlag - H&M mit Kurssprung
27.06.2019 11:09 Wirtschaftsstimmung in Eurozone fällt auf Dreijahrestief
27.06.2019 11:01 Trump kritisiert indische Zölle gegen US-Produkte als 'inakzeptabel'
27.06.2019 10:55 Bundesrat nimmt Stellung zu OECD-Steuerplänen
27.06.2019 10:50 Stadler erhält von Bogestra Auftrag für weitere acht Strassenbahnen
27.06.2019 10:39 Verbraucher- und Unternehmensstimmung in Italien verschlechtert sich
27.06.2019 10:31 EU-Ratspräsident Tusk erwartet schwierigen G20-Gipfel
27.06.2019 10:31 Presse: Deutsche Bank vor Einigung über Stellenabbau bei Postbank-Integration
27.06.2019 10:30 Bankenombudsman muss erneut oft bei Gebührenerhöhungen schlichten
27.06.2019 10:28 LGT will signifikante Mehrheitsbeteiligung an indischer Validus Wealth kaufen
27.06.2019 10:20 Schweizer Banken steigern Gewinne 2018 auf über 11 Milliarden Franken
27.06.2019 10:16 Europäischer Autoverband rudert bei Absatzprognose zurück
27.06.2019 10:15 Devisen: Euro legt leicht zu - zum Franken stabil
27.06.2019 10:12 Aktien Frankfurt Eröffnung: Hoffnung im Zollstreit schiebt Dax an
27.06.2019 09:56 Swiss-Re-Aktien hinken nach IPO-Details für ReAssure Gesamtmarkt hinterher
27.06.2019 09:55 APG wird ab 2020 exklusive Vermarktungspartnerin des Flughafens Zürich
27.06.2019 09:54 Chiphersteller Infineon peilt Milliardenumsatz in Südkorea an
27.06.2019 09:47 "Vorläufiger Burgfrieden" im Handelskrieg der USA mit China
27.06.2019 09:43 Schweizer Importe von E-Bikes und -Trottinetts boomen seit 2008
27.06.2019 09:36 Migros verschlankt sich - Verkauf von Globus, Interio, Depot und M-Way
27.06.2019 09:35 Obwaldner Motorenbauer Maxon knackt 500-Millionen-Umsatzmarke
27.06.2019 09:30 Aktien Schweiz Eröffnung: Freundlich - G20-Gipfel und Handelsstreit dominieren
27.06.2019 09:27 Inflation in Spanien auf tiefstem Stand seit Ende 2016
27.06.2019 09:18 Autobauer BMW will Profitabilität seiner Elektroautos bis 2025 deutlich steigern
27.06.2019 09:17 Modehändler H&M macht weniger Gewinn - Digitale Neuausrichtung bremst
27.06.2019 09:16 "Vorläufiger Burgfrieden" im Handelskrieg der USA mit China
27.06.2019 08:54 Huawei kritisiert US-Senator für geplantes Patentgesetz
27.06.2019 08:53 Aktien Asien Schluss: Gewinne - Anleger hoffen auf Annäherung bei G20-Gipfel
27.06.2019 08:51 Bitcoin-Preis erlebt in der Nacht heftige Schwankungen
27.06.2019 08:49 Orell Füssli ernennt Daniel Link zum neuen CEO
27.06.2019 08:45 Aktien Schweiz Vorbörse: Etwas höher erwartet - Enge Spanne vor G20-Gipfel
27.06.2019 08:42 Morning Briefing - Markt Schweiz
27.06.2019 08:38 Migros will Globus, Interio, Depot und M-Way verkaufen
27.06.2019 08:31 Migros will Globus, Depot, Interio und M-Way verkaufen
27.06.2019 08:24 Ölpreise fallen nach Preissprung
27.06.2019 08:21 Aktien Frankfurt Ausblick: Dax leicht im Plus erwartet - Anleger schauen auf G20
27.06.2019 08:03 Baloise Asset Management setzt auf künstliche Intelligenz
27.06.2019 07:59 Newron nun auch an der Börse in Düsseldorf handelbar
27.06.2019 07:58 Devisen: Euro gibt zum Dollar etwas nach - Franken kommt leicht zurück
27.06.2019 07:57 Alpine Select startet Aktienrückkauf durch Ausgabe von handelbaren Put-Optionen
27.06.2019 07:55 Implenia verkauft Winterthurer Wohn- und Gewerbeüberbauung an Swiss Life
27.06.2019 07:52 Also kauft IoT-Spezialisten AllThingsTalk
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 >

EU-Staaten geben grünes Licht für Handelsgespräche mit den USA

(neu: Trump zu Agrarprodukten im 3. und 4. Absatz)

LUXEMBURG/BRÜSSEL/WASHINGTON (awp international) - Der Weg für Gespräche zur Beilegung des Handelsstreits zwischen der EU und den USA ist endgültig frei. Die Mehrheit der Mitgliedstaaten der EU beschloss am Montag gegen den Widerstand Frankreichs das noch ausstehende Mandat für Handelskommissarin Cecilia Malmström. Die Schwedin will nun so schnell wie möglich mit der Regierung in Washington Verhandlungen über die Abschaffung von Zöllen auf Industriegüter beginnen und über eine engere Zusammenarbeit bei der gegenseitigen Anerkennung von Standards beraten.

Eine Einigung soll vor allem auch die Einführung von Sonderzöllen auf europäische Autos verhindern. US-Präsident Donald Trump hatte damit gedroht, sollte die EU Gespräche über neue Handelsregeln blockieren. Davon wären vor allem deutsche Hersteller betroffen.

Schon am Montag deutete sich allerdings ein Konflikt im Agrarbereich an. Die USA wollen auch über den Abbau von Agrarzöllen reden, was das EU-Mandat nicht erlaubt. Trump kritisierte bei einem Besuch in Burnsville im US-Bundesstaat Minnesota Handelsbarrieren der EU für landwirtschaftliche Produkte aus den Vereinigten Staaten. "Man kann unsere Bauern nicht so behandeln", sagte er.

Trump sagte mit Blick auf die EU: "Sie nehmen kaum etwas von unseren Agrarprodukten und können trotzdem ihre Mercedes-Benz und alles, was sie wollen, in unserem Land verkaufen, inklusive ihrer Agrarerzeugnisse." Der Präsident fügte hinzu: "Ich habe offen gesagt, wenn sich das nicht ändert, werden wir alle Eure Autos und alles andere, was reinkommt, mit Zöllen belegen."

Malmström verwies am Montag darauf, dass auch in der vergangenen Juli zwischen Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker getroffenen Grundsatzvereinbarung zur Schlichtung des Handelsstreits kein Abbau von Agrarzöllen vorgesehen wurde. Malmström will die mit den USA geplanten Verhandlungen nun möglichst bis Ende Oktober zu einem Erfolg führen.

"Wir können das schnell machen, und von unserer Seite sind wir entschlossen, alles für einen Abschluss unter der derzeitigen Kommission zu tun", sagte Malmström in Brüssel. Wenn man sich mit den USA nun darauf einige, loszulegen, könne es schnell gehen.

Juncker erklärte am Montag, dass Zollsenkungen für Industrieerzeugnisse Schätzungen zufolge zu einer zusätzlichen Erhöhung der EU- und US-Exporte um 26 Milliarden Euro führen könnten. "Wir möchten eine Win-Win-Situation, die sowohl für die EU als auch für die USA Vorteile bringt", sagte er. Über die Regulierungszusammenarbeit sollen es Unternehmen nach Angaben der EU-Kommission leichter haben, nachzuweisen, dass ihre Produkte die technischen Anforderungen auf beiden Seiten des Atlantiks erfüllen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nannte die bei einem Ministertreffen in Luxemburg getroffene Entscheidung einen Durchbruch, um einen noch schlimmeren Handelskonflikt endgültig abzuwenden. "Die Verhandlungen werden nicht leicht, aber wir werden sie entschlossen führen zum Wohle beider Partner", kommentierte er.

Dass die EU-Staaten sich mit der Mandatsvergabe so schwer taten, lag vor allem am Widerstand Frankreichs, das am Montag überstimmt werden musste, um das Mandat zu beschliessen. Staatschef Emmanuel Macron hatte zuvor mehrfach darin erinnert, dass er grundsätzlich gegen die Aufnahme von Handelsgesprächen mit Ländern sei, die das Pariser Klimaschutzabkommen nicht akzeptieren. In EU-Kreisen wurde allerdings davon ausgegangen, dass kurz vor der Europawahl im Mai auch die lauten Stimmen von Freihandelskritikern in Frankreich eine Rolle spielten. So hatte die Regierung in Paris lange versucht, die Abstimmung über das Mandat einfach auf die Zeit nach der Europawahl zu verschieben.

Frankreich war am Montag der einzige EU-Staat, der gegen das Abkommen stimmte. Die belgische Regierung, die ebenfalls mit lauter Freihandelskritik zu kämpfen hat, enthielt sich.

Die Entscheidung, Frankreich zu überstimmen, fiel vor allem aus Angst vor neuen US-Sonderzöllen auf Autoimporte. Länder wie Deutschland befürchten, dass dadurch Tausende Arbeitsplätze in der Autoindustrie verloren gehen könnten. Die USA sind derzeit wichtigster Einzelmarkt für Deutschlands Exporteure.

Sollten die USA Sonderzölle von bis zu 25 Prozent auf Importwagen verhängen, könnten sich deutsche Autoexporte in die USA langfristig fast halbieren, berechneten zuletzt Ökonomen vom ifo Institut.

Der Handelsstreit mit den USA war durch die Einführung von US-Sonderzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte entbrannt und hat zur Einführung von EU-Vergeltungszöllen auf US-Produkte geführt. Derzeit drohen wegen eines Streits um Subventionen für Flugzeugbauer weitere Sonderzölle in Milliardenhöhe.

aha/cy/DP/he