Nachrichten von AWP

Datum Zeit Titel
18.04.2019 15:06 USA: Philly-Fed-Index fällt etwas stärker als erwartet
18.04.2019 14:58 Aktien New York Ausblick: Dow vor Ostern kaum verändert erwartet
18.04.2019 14:55 Aktien Frankfurt: Dax überspringt wieder 12200-Punkte-Hürde
18.04.2019 14:50 USA: Einzelhandelsumsätze steigen stärker als erwartet
18.04.2019 14:50 Apple nimmt zweite Roboter-Linie zum iPhone-Recycling in Betrieb
18.04.2019 14:50 USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf Tief seit fast 50 Jahren
18.04.2019 14:49 Krank durch Arbeit - Arbeitsorganisation ILO verlangt besseren Schutz
18.04.2019 14:23 American Express verdient deutlich weniger
18.04.2019 14:18 Krank durch arbeit: Arbeitsorganisation ILO verlangt besseren Schutz
18.04.2019 13:50 Devisen: Euro gibt nach - Türkische Lira nach Pressebericht unter Druck
18.04.2019 13:44 Samsung nimmt Falt-Handy wegen möglicher Mängel unter die Lupe
18.04.2019 13:18 Schweizer Aussenhandel im ersten Quartal auf hohem Niveau seitwärts
18.04.2019 13:12 Facebook lud Kontaktdaten von 1,5 Millionen Nutzern ungefragt hoch
18.04.2019 12:42 Ölpreise geben etwas nach
18.04.2019 12:14 Aktien Frankfurt: Dax überspringt wieder 12200-Punkte-Hürde
18.04.2019 11:57 Uhrenexporte profitieren auch im März von den Brexit-Sorgen
18.04.2019 11:53 Stromverbrauch ist 2018 in der Schweiz gesunken
18.04.2019 11:46 Aktien Europa: Börsen behaupten sich trotz trüber Unternehmensstimmung
18.04.2019 11:30 Aktien Schweiz: Leichte Verluste - Nestlé stützen nach starken Zahlen
18.04.2019 10:58 Briefporto wird teurer - Netzagentur gewährt Post deutliche Erhöhung
18.04.2019 10:48 Britischer Einzelhandel überraschend stark
18.04.2019 10:45 Interview Partners-Group-CEO: Sind bei Investments kritischer denn je
18.04.2019 10:39 Devisen: Euro nach Konjunkturdaten unter Druck
18.04.2019 10:38 Swatch- und Richemont-Aktien uneinheitlich - Teure Uhren laufen besser
18.04.2019 10:19 Eurozone: Unternehmensstimmung trübt sich erneut ein
18.04.2019 10:01 Sartorius startet stark ins Jahr - Aktie auf Berg- und Talfahrt
18.04.2019 09:54 Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax schwächelt nach sechs Tagen mit Gewinnen
18.04.2019 09:48 Nestlé-Aktien nach überzeugenden Quartalsumsatzzahlen gesucht
18.04.2019 09:38 Facebook lud Kontaktdaten von 1,5 Millionen Nutzern ungefragt hoch
18.04.2019 09:35 Lonza-Aktien erholen sich nach Zwischenbericht von den jüngsten Abgaben
18.04.2019 09:34 Aktien Schweiz Eröffnung: Vor Ostern ruhiger Handel erwartet - Nestle im Fokus
18.04.2019 09:27 Credit Suisse führt nun auch Apple Pay ein
18.04.2019 09:19 Lonza bestätigt nach "solidem" Quartal die Jahresprognosen
18.04.2019 09:18 Amazon beugt sich in China der Übermacht von Alibaba & Co
18.04.2019 09:13 Pernod Ricard rechnet mit mehr Gewinn
18.04.2019 08:59 Aktien Schweiz Vorbörse: Vor Ostern ruhiger Handel erwartet - Nestle im Fokus
18.04.2019 08:58 Unilever wächst aus eigener Kraft stärker als erwartet
18.04.2019 08:56 Morning Briefing - Markt Schweiz
18.04.2019 08:51 Aktien Asien: Verluste - Nach der Rally fehlt die Kraft
18.04.2019 08:36 LafargeHolcim-Verwaltungsrat nominiert drei neue Mitglieder
18.04.2019 08:35 Uhrenexporte steigen im März um 4,4 Prozent
18.04.2019 08:34 Schweizer Aussenhandel schwächelt im März
18.04.2019 08:21 Nestlé wächst im ersten Quartal 2019 organisch um 3,4 Prozent
18.04.2019 08:20 Stadler gewinnt Auftrag zur Lieferung von 60 Lokomotiven nach Finnland
18.04.2019 08:18 Aktien Frankfurt Ausblick: Moderate Verluste nach sechs Gewinntagen erwartet
18.04.2019 08:16 Deutschland: Produzentenpreise steigen deutlich schwächer als erwartet
18.04.2019 08:05 Leclanché schlägt Herabsetzung des Nominalwerts der Aktien vor
18.04.2019 07:56 Idorsia im ersten Quartal tiefer in den roten Zahlen - Ausblick bestätigt
18.04.2019 07:53 Schneider Electric sieht sich nach robustem Jahresstart auf Kurs bei Zielen
18.04.2019 07:53 Wdh: Sartorius startet mit Zuwächsen ins Jahr - Erwartungen übertroffen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 >

EU-Staaten geben grünes Licht für Handelsgespräche mit den USA

(neu: Trump zu Agrarprodukten im 3. und 4. Absatz)

LUXEMBURG/BRÜSSEL/WASHINGTON (awp international) - Der Weg für Gespräche zur Beilegung des Handelsstreits zwischen der EU und den USA ist endgültig frei. Die Mehrheit der Mitgliedstaaten der EU beschloss am Montag gegen den Widerstand Frankreichs das noch ausstehende Mandat für Handelskommissarin Cecilia Malmström. Die Schwedin will nun so schnell wie möglich mit der Regierung in Washington Verhandlungen über die Abschaffung von Zöllen auf Industriegüter beginnen und über eine engere Zusammenarbeit bei der gegenseitigen Anerkennung von Standards beraten.

Eine Einigung soll vor allem auch die Einführung von Sonderzöllen auf europäische Autos verhindern. US-Präsident Donald Trump hatte damit gedroht, sollte die EU Gespräche über neue Handelsregeln blockieren. Davon wären vor allem deutsche Hersteller betroffen.

Schon am Montag deutete sich allerdings ein Konflikt im Agrarbereich an. Die USA wollen auch über den Abbau von Agrarzöllen reden, was das EU-Mandat nicht erlaubt. Trump kritisierte bei einem Besuch in Burnsville im US-Bundesstaat Minnesota Handelsbarrieren der EU für landwirtschaftliche Produkte aus den Vereinigten Staaten. "Man kann unsere Bauern nicht so behandeln", sagte er.

Trump sagte mit Blick auf die EU: "Sie nehmen kaum etwas von unseren Agrarprodukten und können trotzdem ihre Mercedes-Benz und alles, was sie wollen, in unserem Land verkaufen, inklusive ihrer Agrarerzeugnisse." Der Präsident fügte hinzu: "Ich habe offen gesagt, wenn sich das nicht ändert, werden wir alle Eure Autos und alles andere, was reinkommt, mit Zöllen belegen."

Malmström verwies am Montag darauf, dass auch in der vergangenen Juli zwischen Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker getroffenen Grundsatzvereinbarung zur Schlichtung des Handelsstreits kein Abbau von Agrarzöllen vorgesehen wurde. Malmström will die mit den USA geplanten Verhandlungen nun möglichst bis Ende Oktober zu einem Erfolg führen.

"Wir können das schnell machen, und von unserer Seite sind wir entschlossen, alles für einen Abschluss unter der derzeitigen Kommission zu tun", sagte Malmström in Brüssel. Wenn man sich mit den USA nun darauf einige, loszulegen, könne es schnell gehen.

Juncker erklärte am Montag, dass Zollsenkungen für Industrieerzeugnisse Schätzungen zufolge zu einer zusätzlichen Erhöhung der EU- und US-Exporte um 26 Milliarden Euro führen könnten. "Wir möchten eine Win-Win-Situation, die sowohl für die EU als auch für die USA Vorteile bringt", sagte er. Über die Regulierungszusammenarbeit sollen es Unternehmen nach Angaben der EU-Kommission leichter haben, nachzuweisen, dass ihre Produkte die technischen Anforderungen auf beiden Seiten des Atlantiks erfüllen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nannte die bei einem Ministertreffen in Luxemburg getroffene Entscheidung einen Durchbruch, um einen noch schlimmeren Handelskonflikt endgültig abzuwenden. "Die Verhandlungen werden nicht leicht, aber wir werden sie entschlossen führen zum Wohle beider Partner", kommentierte er.

Dass die EU-Staaten sich mit der Mandatsvergabe so schwer taten, lag vor allem am Widerstand Frankreichs, das am Montag überstimmt werden musste, um das Mandat zu beschliessen. Staatschef Emmanuel Macron hatte zuvor mehrfach darin erinnert, dass er grundsätzlich gegen die Aufnahme von Handelsgesprächen mit Ländern sei, die das Pariser Klimaschutzabkommen nicht akzeptieren. In EU-Kreisen wurde allerdings davon ausgegangen, dass kurz vor der Europawahl im Mai auch die lauten Stimmen von Freihandelskritikern in Frankreich eine Rolle spielten. So hatte die Regierung in Paris lange versucht, die Abstimmung über das Mandat einfach auf die Zeit nach der Europawahl zu verschieben.

Frankreich war am Montag der einzige EU-Staat, der gegen das Abkommen stimmte. Die belgische Regierung, die ebenfalls mit lauter Freihandelskritik zu kämpfen hat, enthielt sich.

Die Entscheidung, Frankreich zu überstimmen, fiel vor allem aus Angst vor neuen US-Sonderzöllen auf Autoimporte. Länder wie Deutschland befürchten, dass dadurch Tausende Arbeitsplätze in der Autoindustrie verloren gehen könnten. Die USA sind derzeit wichtigster Einzelmarkt für Deutschlands Exporteure.

Sollten die USA Sonderzölle von bis zu 25 Prozent auf Importwagen verhängen, könnten sich deutsche Autoexporte in die USA langfristig fast halbieren, berechneten zuletzt Ökonomen vom ifo Institut.

Der Handelsstreit mit den USA war durch die Einführung von US-Sonderzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte entbrannt und hat zur Einführung von EU-Vergeltungszöllen auf US-Produkte geführt. Derzeit drohen wegen eines Streits um Subventionen für Flugzeugbauer weitere Sonderzölle in Milliardenhöhe.

aha/cy/DP/he