Nachrichten von AWP

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22.01.2017 06:04 Die Schlagzeilen der Sonntagspresse vom Sonntag, 22. Januar 2017
21.01.2017 22:36 Parlament billigt Erdogans Präsidialsystem - Referendum im Frühjahr
21.01.2017 10:03 Türkisches Parlament stimmt für Erdogans Präsidialsystem
21.01.2017 10:03 US-Präsident Trump erlässt Dekret gegen Obamas Gesundheitsreform
21.01.2017 10:01 Trumps Antrittsrede löst teilweise besorgte Reaktionen aus
21.01.2017 10:01 Wie die Presse im In- und Ausland auf Trumps Antritt reagiert
21.01.2017 10:01 Merck & Co gegen Bristol-Myers Squibb: Erst Zulassungsglück, dann Patentpech
21.01.2017 10:01 Apple verklagt Chip-Zulieferer Qualcomm
20.01.2017 22:43 US-Interessen für Präsident Trump immer an erster Stelle
20.01.2017 22:33 Deutscher Vizekanzler Gabriel: China wirtschaftlich in den Fokus nehmen
20.01.2017 22:31 Aktien New York Schluss: Dow erholt sich nach Trump-Amtsantritt
20.01.2017 22:08 Qualcomm-Aktien wegen Kartellklage von Apple unter Druck
20.01.2017 21:26 US-Anleihen nach Trump-Amtseinführung wenig verändert
20.01.2017 21:13 Devisen: Euro profitiert nach Trump-Antritt vom schwachen Dollar
20.01.2017 20:50 U-blox übernimmt SIMCom Wireless für 52,5 Mio USD
20.01.2017 20:46 WEF 2017: Politik- und Wirtschaftselite sagt Ungleichheit den Kampf an
20.01.2017 20:10 Aktien New York: Dow behauptet sich nach Trump-Antritt leicht im Plus
20.01.2017 19:52 Trump läutet Zeitenwende ein: 'Amerika zuerst'
20.01.2017 19:27 Trumps Vision: 'Amerika zuerst'
20.01.2017 19:23 Rund 87% der Schweizer hören immer noch täglich Radio
20.01.2017 19:21 Amag steigert Umsatz 2016 um 150 Mio CHF - Leichter Rückgang des Marktanteils
20.01.2017 19:20 WEF 2017: Chinas Investitionspolitik begleitete WEF-Gespräche Leuthards
20.01.2017 19:12 Aussteller ziehen nach Genfer Luxusuhrenmesse eine positive Bilanz
20.01.2017 19:01 Credit Agricole schreibt fast halbe Milliarde ab - Kreditverträge neu verhandelt
20.01.2017 18:38 Presse: Merck rechnet 2017 mit Stillstand bei Erbitux
20.01.2017 18:36 Aktien Europa Schluss: EuroStoxx schliesst freundlich vor Trump-Eid
20.01.2017 18:30 Meyer Burger: Obergericht genehmigt Anpassungen der Wandelanleihe
20.01.2017 18:22 Dätwyler wächst 2016 nicht so stark wie erwartet - EBIT-Ziel bekräftigt
20.01.2017 18:12 USA: Donald Trump ist zum US-Präsidenten vereidigt worden
20.01.2017 18:12 Aktien Schweiz Schluss: Praktisch unverändert vor Inauguration von Trump
20.01.2017 18:02 Aktien Frankfurt Schluss: Dax schliesst vor Trumps Amtseinführung im Plus
20.01.2017 18:00 Wenig Zeit für Schlichtung zwischen Lufthansa und Piloten
20.01.2017 17:57 Ölpreise steigen deutlich
20.01.2017 17:40 Neues Zweitwohnungsgesetz soll gemäss Motion schon wieder geändert werden
20.01.2017 17:17 Inflationsrate 2016 in Venezuela bei 800 Prozent
20.01.2017 17:15 Devisen: Euro zum USD ohne klare Richtung - Auch Franken per Saldo wenig bewegt
20.01.2017 17:12 Panalpina-CEO will dieses Jahr Fortschritte in Bezug auf Ziele 2020 machen
20.01.2017 17:07 Tagesüberblick Wirtschaft
20.01.2017 16:52 Aktien New York: Dow erholt sich vor dem Amtseid von Trump
20.01.2017 16:49 WEF 2017: Lagarde und Schäuble fürchten Rückschläge für Weltwirtschaft
20.01.2017 16:30 Afternoon Briefing - Markt Schweiz
20.01.2017 16:27 WEF 2017: BR Leuthard bezeichnet Davoser Hotels als zu teuer
20.01.2017 16:23 Aktien New York: Dow erholt sich vor dem Amtseid von Trump
20.01.2017 15:51 Uber zahlt US-Behörde Millionen für Irreführung von Fahrern
20.01.2017 15:26 General Electric enttäuscht Anleger mit Umsatzschwund
20.01.2017 15:25 US-Anleihen wenig verändert
20.01.2017 15:20 Dätwyler wächst 2016 nicht so stark wie erwartet - EBIT-Ziel bekräftigt
20.01.2017 14:55 Versicherer AIG schlägt Milliardenrisiken an Berkshire Hathaway los
20.01.2017 14:53 Aktien Frankfurt: Dax lahmt vor Trumps Antrittsrede
20.01.2017 14:42 Aktien New York Ausblick: Dow vor Trump-Rede freundlich erwartet
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VW bekennt sich schuldig in Abgas-Affäre - Milliardenstrafe in USA

(2. Zusammenfassung, neu Ministerpräsident und VW-Aufseher Stephan Weil)

WASHINGTON/WOLFSBURG (awp international) - Volkswagen und das US-Justizministerium haben sich im Diesel-Skandal auf Strafzahlungen über 4,3 Milliarden Dollar (4,1 Mrd Euro) geeinigt. Einen entsprechenden Vergleich bestätigte das Ministerium am Mittwoch in Washington.

Zudem wurden Strafanzeigen gegen sechs VW -Manager bekanntgegeben. Mit einem Schuldbekenntnis räumt der grösste europäische Autokonzern darüber hinaus kriminelles Fehlverhalten ein. Ihm wurden Betrug und Verletzungen des Luftreinhaltegesetzes in den USA vorgeworfen.

MÜLLER BEDAUERT

"Die heutigen Aktionen spiegeln den unerschütterlichen Einsatz wider, Verbraucher zu verteidigen sowie die Umwelt und das Finanzsystem zu schützen", sagte US-Justizministerin Loretta Lynch. "Verantwortliche Personen und Unternehmen werden für die Vergehen von Konzernen zur Rechenschaft gezogen." Die Ermittlungen seien noch nicht beendet.

"Volkswagen bedauert die Handlungen, die zur Dieselkrise geführt haben, zutiefst und aufrichtig", erklärte Vorstandschef Matthias Müller am Abend in einem Statement. "Wir werden weiter mit Nachdruck den Wandel im Denken und Handeln vorantreiben."

HINTERGRUND

VW zahlt im Einzelnen bei dem Vergleich 2,8 Milliarden Dollar, um strafrechtliche Ermittlungen wegen Manipulationen von Abgaswerten zahlreicher Dieselautos beizulegen. Darüber hinaus werden weitere zivilrechtliche Bussgelder von 1,5 Milliarden Dollar fällig.

Bei Hunderten US-Zivilklagen von Kunden, Autohändlern und Behörden hatte sich VW bereits auf Vergleiche geeinigt, die über 17 Milliarden Dollar kosten könnten. Im September 2015 hatte der Konzern eingeräumt, die Emissionswerte Hunderttausender Dieselwagen in den USA gefälscht zu haben. Dies stürzte Volkswagen in eine tiefe Krise.

GERICHT MUSS VERGLEICH NOCH ABSEGNEN

Der Vergleich mit dem Justizministerium muss nun noch vom zuständigen Gericht abgesegnet werden. Die Einigung sieht auch vor, dass VW seine Kontrollsysteme verstärken muss sowie für die nächsten drei Jahre auf "Bewährung" gesetzt und von einem externen Aufseher überprüft wird.

Das Justizministerium will die Ermittlungen gegen sechs amtierende und ehemalige Führungskräfte von VW forcieren, gegen die Strafanzeige gestellt wurde. Einer der Männer, die eher dem mittleren Management oder der zweiten Reihe als der Konzernspitze zugerechnet werden können, war am Samstag von der Bundespolizei FBI in Miami gefasst worden. Er soll am Donnerstag erneut vor Gericht erscheinen.

RÜCKSTELLUNGEN VORAUSSICHTLICH NICHT AUSREICHEND

Volkswagen hatte bereits am Dienstagabend in einer Pflichtmitteilung an die Finanzwelt bekanntgemacht, in den USA einen Vergleichsentwurf mit dem Justizministerium und der Zollbehörde ausgehandelt zu haben. Dieser musste jedoch noch abschliessend vom Vorstand und Aufsichtsrat sowie von den US-Behörden genehmigt werden.

VW hat für Rechtskosten im Abgasskandals bereits 18,2 Milliarden Euro beiseitegelegt. Diese Summe wird jetzt aber dem Unternehmen zufolge voraussichtlich nicht ausreichen. Volkswagen war daran gelegen, die Auseinandersetzung mit dem Justizministerium noch vor dem Amtsantritt des künftigen Präsidenten Donald Trump am 20. Januar beizulegen.

GEMEINSAME ERKLÄRUNG VON BETRIEBSRAT UND IG METALL

Konzernchef Matthias Müller hatte im November nach den US-Wahlen gesagt, er hoffe, dass sich das Ergebnis nicht negativ auf die Verhandlungen auswirken werde. Der Vergleich ist zwar teuer, aber zugleich ein Befreiungsschlag, durch den sich der krisengeschüttelte Konzern wieder stärker seinem Tagesgeschäft widmen kann.

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh und IG-Metall-Chef Jörg Hofmann betonten in einer gemeinsamen Erklärung, dass die Einigung in den USA ein bedeutender Schritt sei. Aber: "Die damit verbundenen Belastungen für das Unternehmen sind enorm. Wir werden alles daran setzen, dass die Belegschaften des Konzerns nicht darunter leiden." Ereignisse wie die Abgas-Krise dürften sich bei Volkswagen nicht wiederholen.

WINTERKORN VOR UNTERSUCHUNGSAUSSCHUSS DES BUNDESTAGS

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Mitglied des VW-Aufsichtsrats, erklärte, auch nach dem Kompromiss in den USA werde die Landesregierung in Hannover die Aufklärung nach Kräften unterstützen. Die Folgen des Vergleichs bedeuteten "eine erhebliche, aber zu akzeptierende Belastung für den Volkswagen-Konzern."

Der frühere und im Herbst 2015 über die Diesel-Krise gestürzte VW-Chef Martin Winterkorn will am kommenden Donnerstag (19. Januar) im Untersuchungsausschuss des Bundestags zum Abgas-Skandal erscheinen. Sein Anwalt Felix Dörr sagte dem "Handelsblatt", Winterkorn werde selbstverständlich der Ladung folgen. "In welchem Umfang er sich äussern wird, bleibt abzuwarten." Bei seinem Rücktritt hatte der Manager betont, sich keines Fehlverhaltens bewusst zu sein./hbr/DP/he