Nachrichten von AWP

Datum Zeit Titel
23.02.2017 22:37 Aktien New York Schluss: Weitere Rekorde - aber Verluste an der Nasdaq
23.02.2017 21:30 Unicredit-Kapitalerhöhung stösst bei Aktionären auf immense Nachfrage
23.02.2017 21:17 US-Anleihen: Leichte Gewinne
23.02.2017 21:04 Devisen: Euro-Erholung verliert an Schwung
23.02.2017 20:22 Mexiko und USA wollen Differenzen im Dialog beilegen
23.02.2017 20:07 Aktien New York: Dow legt etwas zu - Verluste an der Nasdaq
23.02.2017 20:02 Juncker für Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten
23.02.2017 19:35 Saint-Gobain sieht Wachstum im Heimatmarkt
23.02.2017 19:26 Myriad reduziert 2016 Verlust deutlich, ebenso den Umsatz
23.02.2017 18:55 EU-Kommission und EZB arbeiten an Rettung für Monte dei Paschi
23.02.2017 18:47 Vivendi nimmt sich für 2017 Gewinnsprung vor - Gutes Musikgeschäft 2016
23.02.2017 18:45 Mobimo ernennt Jones Lang LaSalle zum alleinigen Schätzer des Portfolios
23.02.2017 18:39 Calida übernimmt deutschen Online-Händler Reich Online Services
23.02.2017 18:36 Aktien Europa Schluss: Leichte Gewinnmitnahmen
23.02.2017 18:36 Ölpreise gestiegen
23.02.2017 18:34 Ascom schlägt für 2016 Dividende von 0,80 CHF vor (VJ 0,45 CHF)
23.02.2017 18:28 Myriad reduziert 2016 Verlust deutlich, ebenso den Umsatz
23.02.2017 18:26 Implenia mit deutlichem Gewinnsprung und neuen Mittelfristzielen
23.02.2017 18:24 Swiss Re steigert Volumen und schüttet weiterhin grosszügig Geld aus
23.02.2017 18:14 Aktien Schweiz Schluss: Knappes Minus nach impulsarmen Geschäft
23.02.2017 18:11 Aktien Frankfurt Schluss: Dax schliesst erneut unter 12 000 Punkten
23.02.2017 18:10 Wdh: Anleihe: ANZ New Zealand nimmt 200 Mio CHF zu 0,250% bis 2025 auf
23.02.2017 17:29 Tagesüberblick Wirtschaft
23.02.2017 17:28 Windkraftanlagenbauer Nordex kappt wieder Umsatzprognose
23.02.2017 17:21 USA: Rohöllagerbestände steigen weniger als erwartet
23.02.2017 17:07 Anleihe: Kraftwerke Linth-Limmern stockt 2%/2023 um 20 Mio CHF auf
23.02.2017 16:59 Ausblick Sika: Jahresgewinn von durchschnittlich 563 Mio CHF erwartet
23.02.2017 16:58 Devisen: Eurokurs erholt sich leicht
23.02.2017 16:34 Bell investiert in der Schweiz und bereinigt Sortimente im Ausland
23.02.2017 16:29 Afternoon Briefing - Markt Schweiz
23.02.2017 16:26 Finanzinvestor Advent bietet 3,6 Milliarden Euro für Stada
23.02.2017 16:25 Aktien New York: Ruhiger Start trotz weiterer Rekorde
23.02.2017 16:16 Streit um Letzigrund-Stützpfeiler: Stadt gewinnt gegen Implenia
23.02.2017 16:08 Aktien New York: Ruhiger Start trotz weiterer Rekorde
23.02.2017 15:54 Also erhöht nach Jahresergebnis Ziele - Mehr Wachstum durch Software und Zukäufe
23.02.2017 15:46 ABB investiert in kanadische Enbala Power Networks
23.02.2017 15:44 Glencore zurück in der Gewinnzone
23.02.2017 15:38 Implenia mit deutlichem Gewinnsprung und neuen Mittelfristzielen
23.02.2017 15:34 US-Hauspreisindex FHFA steigt weniger als erwartet
23.02.2017 15:33 US-Anleihen: Fester zu Handelsbeginn
23.02.2017 15:18 Neuer US-Finanzminister erwartet Wachstum von drei Prozent
23.02.2017 15:17 US-Regierung wird vorerst keine Entscheidung zum chinesischen Yuan treffen
23.02.2017 15:13 Swiss Re steigert Volumen und schüttet weiterhin grosszügig Geld aus
23.02.2017 15:13 UBS-VRP: Ende der Negativzinsen 2018 in Sicht - Kritik an Regulierung
23.02.2017 15:05 Anleihe: ANZ New Zealand nimmt 200 Mio CHF zu 0,250% bis 2025 auf
23.02.2017 15:04 Aktien Frankfurt: Dax scheitert erneut an Hürde bei 12 000 Punkten
23.02.2017 15:03 Aktien New York Ausblick: Rekordjagd hält an - Dow über 20800 Punkten erwartet
23.02.2017 14:52 Swiss fliegt auch im Sommer Istanbul nicht mehr an - Neue Destinationen
23.02.2017 14:46 USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen stärker als erwartet
23.02.2017 14:42 Glencore zurück in der Gewinnzone
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VW bekennt sich schuldig in Abgas-Affäre - Milliardenstrafe in USA

(2. Zusammenfassung, neu Ministerpräsident und VW-Aufseher Stephan Weil)

WASHINGTON/WOLFSBURG (awp international) - Volkswagen und das US-Justizministerium haben sich im Diesel-Skandal auf Strafzahlungen über 4,3 Milliarden Dollar (4,1 Mrd Euro) geeinigt. Einen entsprechenden Vergleich bestätigte das Ministerium am Mittwoch in Washington.

Zudem wurden Strafanzeigen gegen sechs VW -Manager bekanntgegeben. Mit einem Schuldbekenntnis räumt der grösste europäische Autokonzern darüber hinaus kriminelles Fehlverhalten ein. Ihm wurden Betrug und Verletzungen des Luftreinhaltegesetzes in den USA vorgeworfen.

MÜLLER BEDAUERT

"Die heutigen Aktionen spiegeln den unerschütterlichen Einsatz wider, Verbraucher zu verteidigen sowie die Umwelt und das Finanzsystem zu schützen", sagte US-Justizministerin Loretta Lynch. "Verantwortliche Personen und Unternehmen werden für die Vergehen von Konzernen zur Rechenschaft gezogen." Die Ermittlungen seien noch nicht beendet.

"Volkswagen bedauert die Handlungen, die zur Dieselkrise geführt haben, zutiefst und aufrichtig", erklärte Vorstandschef Matthias Müller am Abend in einem Statement. "Wir werden weiter mit Nachdruck den Wandel im Denken und Handeln vorantreiben."

HINTERGRUND

VW zahlt im Einzelnen bei dem Vergleich 2,8 Milliarden Dollar, um strafrechtliche Ermittlungen wegen Manipulationen von Abgaswerten zahlreicher Dieselautos beizulegen. Darüber hinaus werden weitere zivilrechtliche Bussgelder von 1,5 Milliarden Dollar fällig.

Bei Hunderten US-Zivilklagen von Kunden, Autohändlern und Behörden hatte sich VW bereits auf Vergleiche geeinigt, die über 17 Milliarden Dollar kosten könnten. Im September 2015 hatte der Konzern eingeräumt, die Emissionswerte Hunderttausender Dieselwagen in den USA gefälscht zu haben. Dies stürzte Volkswagen in eine tiefe Krise.

GERICHT MUSS VERGLEICH NOCH ABSEGNEN

Der Vergleich mit dem Justizministerium muss nun noch vom zuständigen Gericht abgesegnet werden. Die Einigung sieht auch vor, dass VW seine Kontrollsysteme verstärken muss sowie für die nächsten drei Jahre auf "Bewährung" gesetzt und von einem externen Aufseher überprüft wird.

Das Justizministerium will die Ermittlungen gegen sechs amtierende und ehemalige Führungskräfte von VW forcieren, gegen die Strafanzeige gestellt wurde. Einer der Männer, die eher dem mittleren Management oder der zweiten Reihe als der Konzernspitze zugerechnet werden können, war am Samstag von der Bundespolizei FBI in Miami gefasst worden. Er soll am Donnerstag erneut vor Gericht erscheinen.

RÜCKSTELLUNGEN VORAUSSICHTLICH NICHT AUSREICHEND

Volkswagen hatte bereits am Dienstagabend in einer Pflichtmitteilung an die Finanzwelt bekanntgemacht, in den USA einen Vergleichsentwurf mit dem Justizministerium und der Zollbehörde ausgehandelt zu haben. Dieser musste jedoch noch abschliessend vom Vorstand und Aufsichtsrat sowie von den US-Behörden genehmigt werden.

VW hat für Rechtskosten im Abgasskandals bereits 18,2 Milliarden Euro beiseitegelegt. Diese Summe wird jetzt aber dem Unternehmen zufolge voraussichtlich nicht ausreichen. Volkswagen war daran gelegen, die Auseinandersetzung mit dem Justizministerium noch vor dem Amtsantritt des künftigen Präsidenten Donald Trump am 20. Januar beizulegen.

GEMEINSAME ERKLÄRUNG VON BETRIEBSRAT UND IG METALL

Konzernchef Matthias Müller hatte im November nach den US-Wahlen gesagt, er hoffe, dass sich das Ergebnis nicht negativ auf die Verhandlungen auswirken werde. Der Vergleich ist zwar teuer, aber zugleich ein Befreiungsschlag, durch den sich der krisengeschüttelte Konzern wieder stärker seinem Tagesgeschäft widmen kann.

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh und IG-Metall-Chef Jörg Hofmann betonten in einer gemeinsamen Erklärung, dass die Einigung in den USA ein bedeutender Schritt sei. Aber: "Die damit verbundenen Belastungen für das Unternehmen sind enorm. Wir werden alles daran setzen, dass die Belegschaften des Konzerns nicht darunter leiden." Ereignisse wie die Abgas-Krise dürften sich bei Volkswagen nicht wiederholen.

WINTERKORN VOR UNTERSUCHUNGSAUSSCHUSS DES BUNDESTAGS

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Mitglied des VW-Aufsichtsrats, erklärte, auch nach dem Kompromiss in den USA werde die Landesregierung in Hannover die Aufklärung nach Kräften unterstützen. Die Folgen des Vergleichs bedeuteten "eine erhebliche, aber zu akzeptierende Belastung für den Volkswagen-Konzern."

Der frühere und im Herbst 2015 über die Diesel-Krise gestürzte VW-Chef Martin Winterkorn will am kommenden Donnerstag (19. Januar) im Untersuchungsausschuss des Bundestags zum Abgas-Skandal erscheinen. Sein Anwalt Felix Dörr sagte dem "Handelsblatt", Winterkorn werde selbstverständlich der Ladung folgen. "In welchem Umfang er sich äussern wird, bleibt abzuwarten." Bei seinem Rücktritt hatte der Manager betont, sich keines Fehlverhaltens bewusst zu sein./hbr/DP/he