Nachrichten von AWP

Datum Zeit Titel
23.08.2017 21:21 US-Anleihen bauen Gewinne noch etwas weiter aus
23.08.2017 21:16 Devisen: Eurokurs steigt im US-Handel noch etwas weiter über 1,18 Dollar
23.08.2017 20:37 Volkswagen stellt neuen Golf-Geländewagen vor - SUV-Offensive
23.08.2017 20:36 Gläubiger lassen Air Berlin vorläufig weitermachen
23.08.2017 20:30 'Fortschritte erzielt': Macron will Lohndumping in der EU eindämmen
23.08.2017 20:06 Aktien New York: Moderate Verluste nach kleiner Vortagsrally
23.08.2017 18:45 Tamedia schafft für ihre Zeitungstitel zwei neue Mantelredaktionen
23.08.2017 18:30 Vontobel erhält Genehmigung für Neustrukturierung des Aktionariats
23.08.2017 18:25 Aktien Europa Schluss: Euro-Börsen wieder im Rückwärtsgang
23.08.2017 18:20 Rosneft siegt mit Schadenersatzklage in Milliardenhöhe
23.08.2017 18:15 Aktien Schweiz Schluss: SMI hält Gewinne vom Vortag
23.08.2017 18:10 Samsung kehrt mit runderneuertem Galaxy Note 8 zurück
23.08.2017 18:06 Aktien Frankfurt Schluss: Fester Euro und Jackson Hole bremsen die Kurse
23.08.2017 17:57 Gläubiger lassen Air Berlin vorläufig weitermachen
23.08.2017 17:50 Ölpreise drehen ins Plus
23.08.2017 17:46 Zur Rose bleibt im ersten Halbjahr auf Wachstumskurs - Neue Mittelfristziele
23.08.2017 17:45 Emmi kämpft mit schwierigem Umfeld und senkt Umsatz-Ausblick - Aktie schwach
23.08.2017 17:43 Gegen Steuerhinterziehung - Griechenland will Kartenzahler belohnen
23.08.2017 17:32 Tagesüberblick Wirtschaft
23.08.2017 17:18 Gläubigertreffen zu Air Berlin beendet - Noch keine Zerschlagung
23.08.2017 17:17 Schindler-CEO sieht in China und Indien Chancen, aber auch Herausforderungen
23.08.2017 16:58 Devisen: Eurokurs steigt über 1,18 US-Dollar - Auch zum Franken im Plus
23.08.2017 16:48 Macron will mit Österreich gegen Lohndumping in der EU vorgehen
23.08.2017 16:47 Bundesbankpräsident für zügigen Ausstieg aus EZB-Anleihekäufen
23.08.2017 16:47 US-Rohölbestände sinken etwas weniger als erwartet
23.08.2017 16:43 Aktien New York: Moderate Verluste nach kleiner Vortagsrally
23.08.2017 16:30 Afternoon Briefing - Markt Schweiz
23.08.2017 16:21 USA: Neubauverkäufe brechen überraschend ein
23.08.2017 16:14 Streit um EHEC: Hamburg einigt sich mit spanischen Gurkenproduzenten
23.08.2017 16:10 Migros: Bei den ersten Globus-Fachgeschäften fallen 30 Stellen weg
23.08.2017 16:09 Bundesbankpräsident Weidmann für zügigen Ausstieg aus EZB-Anleihekäufen
23.08.2017 16:08 Vorerst keine Entscheidung über Zerschlagung von Air Berlin
23.08.2017 16:00 Eurozone: Verbrauchervertrauen steigt überraschend
23.08.2017 15:55 Siemens dementiert Aus für Gasturbinenwerk Berlin
23.08.2017 15:53 Aktien New York: Verluste nach kleiner Vortagsrally
23.08.2017 15:33 Deutsche Bundesbank: Hälfte des deutschen Goldes nun in heimischen Tresoren
23.08.2017 15:33 London räumt Europäischem Gerichtshof indirekte Rolle nach Brexit ein
23.08.2017 15:32 Julius-Bär-Aktie von Umschichtungen und charttechnischen Vorbehalten belastet
23.08.2017 15:32 Exporte der deutschen Elektroindustrie ziehen an
23.08.2017 15:30 Migros-Tochter Globus führt Reorganisation unvermindert fort
23.08.2017 15:21 MDax und SDax werden aufgewirbelt - Neuling auch im TecDax
23.08.2017 15:15 Flughafen Zürich: Bundesrat hält an umstrittenen Südstarts fest
23.08.2017 15:05 US-Anleihen: Stärker zu Handelsbeginn - Trump verunsichert
23.08.2017 14:54 Constantin-Führungsspitze wirft das Handtuch - Oberwasser für Burgener
23.08.2017 14:50 Aktien Frankfurt: Dax sinkt unter 12200 Punkte
23.08.2017 14:50 Aktien New York Ausblick: Gegenreaktion nach Vortagsrally erwartet
23.08.2017 14:42 Streit um Lohndumping: EU-Kommission unterstützt Bemühungen von Macron
23.08.2017 14:42 Kreise: Fiat Chrysler erwägt Verkauf von Maserati und Alfa Romeo
23.08.2017 14:19 Zur Rose bleibt im ersten Halbjahr auf Wachstumskurs - Neue Mittelfristziele
23.08.2017 14:18 Kreise: Lufthansa hat Angebot für Teile von Air Berlin konkretisiert
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VW bekennt sich schuldig in Abgas-Affäre - Milliardenstrafe in USA

(2. Zusammenfassung, neu Ministerpräsident und VW-Aufseher Stephan Weil)

WASHINGTON/WOLFSBURG (awp international) - Volkswagen und das US-Justizministerium haben sich im Diesel-Skandal auf Strafzahlungen über 4,3 Milliarden Dollar (4,1 Mrd Euro) geeinigt. Einen entsprechenden Vergleich bestätigte das Ministerium am Mittwoch in Washington.

Zudem wurden Strafanzeigen gegen sechs VW -Manager bekanntgegeben. Mit einem Schuldbekenntnis räumt der grösste europäische Autokonzern darüber hinaus kriminelles Fehlverhalten ein. Ihm wurden Betrug und Verletzungen des Luftreinhaltegesetzes in den USA vorgeworfen.

MÜLLER BEDAUERT

"Die heutigen Aktionen spiegeln den unerschütterlichen Einsatz wider, Verbraucher zu verteidigen sowie die Umwelt und das Finanzsystem zu schützen", sagte US-Justizministerin Loretta Lynch. "Verantwortliche Personen und Unternehmen werden für die Vergehen von Konzernen zur Rechenschaft gezogen." Die Ermittlungen seien noch nicht beendet.

"Volkswagen bedauert die Handlungen, die zur Dieselkrise geführt haben, zutiefst und aufrichtig", erklärte Vorstandschef Matthias Müller am Abend in einem Statement. "Wir werden weiter mit Nachdruck den Wandel im Denken und Handeln vorantreiben."

HINTERGRUND

VW zahlt im Einzelnen bei dem Vergleich 2,8 Milliarden Dollar, um strafrechtliche Ermittlungen wegen Manipulationen von Abgaswerten zahlreicher Dieselautos beizulegen. Darüber hinaus werden weitere zivilrechtliche Bussgelder von 1,5 Milliarden Dollar fällig.

Bei Hunderten US-Zivilklagen von Kunden, Autohändlern und Behörden hatte sich VW bereits auf Vergleiche geeinigt, die über 17 Milliarden Dollar kosten könnten. Im September 2015 hatte der Konzern eingeräumt, die Emissionswerte Hunderttausender Dieselwagen in den USA gefälscht zu haben. Dies stürzte Volkswagen in eine tiefe Krise.

GERICHT MUSS VERGLEICH NOCH ABSEGNEN

Der Vergleich mit dem Justizministerium muss nun noch vom zuständigen Gericht abgesegnet werden. Die Einigung sieht auch vor, dass VW seine Kontrollsysteme verstärken muss sowie für die nächsten drei Jahre auf "Bewährung" gesetzt und von einem externen Aufseher überprüft wird.

Das Justizministerium will die Ermittlungen gegen sechs amtierende und ehemalige Führungskräfte von VW forcieren, gegen die Strafanzeige gestellt wurde. Einer der Männer, die eher dem mittleren Management oder der zweiten Reihe als der Konzernspitze zugerechnet werden können, war am Samstag von der Bundespolizei FBI in Miami gefasst worden. Er soll am Donnerstag erneut vor Gericht erscheinen.

RÜCKSTELLUNGEN VORAUSSICHTLICH NICHT AUSREICHEND

Volkswagen hatte bereits am Dienstagabend in einer Pflichtmitteilung an die Finanzwelt bekanntgemacht, in den USA einen Vergleichsentwurf mit dem Justizministerium und der Zollbehörde ausgehandelt zu haben. Dieser musste jedoch noch abschliessend vom Vorstand und Aufsichtsrat sowie von den US-Behörden genehmigt werden.

VW hat für Rechtskosten im Abgasskandals bereits 18,2 Milliarden Euro beiseitegelegt. Diese Summe wird jetzt aber dem Unternehmen zufolge voraussichtlich nicht ausreichen. Volkswagen war daran gelegen, die Auseinandersetzung mit dem Justizministerium noch vor dem Amtsantritt des künftigen Präsidenten Donald Trump am 20. Januar beizulegen.

GEMEINSAME ERKLÄRUNG VON BETRIEBSRAT UND IG METALL

Konzernchef Matthias Müller hatte im November nach den US-Wahlen gesagt, er hoffe, dass sich das Ergebnis nicht negativ auf die Verhandlungen auswirken werde. Der Vergleich ist zwar teuer, aber zugleich ein Befreiungsschlag, durch den sich der krisengeschüttelte Konzern wieder stärker seinem Tagesgeschäft widmen kann.

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh und IG-Metall-Chef Jörg Hofmann betonten in einer gemeinsamen Erklärung, dass die Einigung in den USA ein bedeutender Schritt sei. Aber: "Die damit verbundenen Belastungen für das Unternehmen sind enorm. Wir werden alles daran setzen, dass die Belegschaften des Konzerns nicht darunter leiden." Ereignisse wie die Abgas-Krise dürften sich bei Volkswagen nicht wiederholen.

WINTERKORN VOR UNTERSUCHUNGSAUSSCHUSS DES BUNDESTAGS

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Mitglied des VW-Aufsichtsrats, erklärte, auch nach dem Kompromiss in den USA werde die Landesregierung in Hannover die Aufklärung nach Kräften unterstützen. Die Folgen des Vergleichs bedeuteten "eine erhebliche, aber zu akzeptierende Belastung für den Volkswagen-Konzern."

Der frühere und im Herbst 2015 über die Diesel-Krise gestürzte VW-Chef Martin Winterkorn will am kommenden Donnerstag (19. Januar) im Untersuchungsausschuss des Bundestags zum Abgas-Skandal erscheinen. Sein Anwalt Felix Dörr sagte dem "Handelsblatt", Winterkorn werde selbstverständlich der Ladung folgen. "In welchem Umfang er sich äussern wird, bleibt abzuwarten." Bei seinem Rücktritt hatte der Manager betont, sich keines Fehlverhaltens bewusst zu sein./hbr/DP/he